Online texten: Schreiben Sie SCHÖN!

Veröffentlicht am 19. Februar 2020 in Content Marketing

Mehr Worte sind mehr wert. Schöne Worte noch mehr.
Nicht nur Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Auch der «Wert» eines Produktes ist eine sowohl sehr abstrakte, als auch sehr subjektive Sache und unterliegt vor allem der Vorstellungs-, Gedanken- und Erlebniswelt des Betrachters.

Allein die Anzahl der Worte, die in einer Beschreibung eingesetzt werden, kann den wahrgenommenen Wert eines Produkts steigern. Denn warum würde der Anbieter sich die Mühe vieler Worte machen, wenn das Produkt ihm nichts oder nur wenig einbringt – weil es eben nicht viel wert ist? Wenn es dann nicht nur viele, sondern viele schöne Worte sind, die angenehme Vorstellungen wachrufen oder das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen, erhöht sich dieser wahrgenommene Wert noch weiter.

 

Bilder im Kopf machen Appetit.
Ich liebe Schnipo, Sie auch? Nehmen wir also das einfache Beispiel vom beliebten Schnitzel-und-Pommes-Teller. Und damit es noch einfacher wird, nehmen wir dazu ein Schweineschnitzel. Stellen Sie sich also vor, Sie sitzen in einem teuren Restaurant und lesen auf der Speisekarte: «Schweine-Schnitzel mit Pommes frites, CHF 50». Läuft Ihnen dabei das Wasser im Mund zusammen, so dass Sie spontan nach Brieftasche oder Kreditkarte greifen? Eher nicht.

Aber wenn dort steht: «Knuspriges, frisch paniertes Schnitzel von der jungen Wollsau aus dem Appenzell. Dazu hausgemachte, in Olivenöl fritierte Kartoffelspalten, CHF 50». Das passt dann schon eher, oder?

 

Was für die Speisekarte gilt, gilt natürlich ebenso für die Zimmerbeschreibungen auf der Webseite, die Teasertexte Ihrer Angebote im Newsletter, Ihre Social Media Anzeigen, etc.

Ein Beispiel:

  • Doppelzimmer
  • Doppelzimmer mit Aussicht
  • Doppelzimmer mit traumhafter Aussicht
  • Aussergewöhnlich charmantes Doppelzimmer mit traumhafter Aussicht auf den See

Mit welcher Zimmerbeschreibung können Sie mehr Geld verlangen?

Nur keine falsche Bescheidenheit!
Sie hassen leere Werbefloskeln? Ich auch. Mein Lieblingsbeispiel aller Zeiten ist das Frückstücksbuffet eines Hotels, auf dem «Käse- und Schinkenspezialitäten» «triumphierten».

Aber hier geht es nicht um Floskeln, sondern um viele schöne und wahre Worte. Mit beidem haben (vor allem Schweizer) Gastgeber manchmal ein Problem. Bei vielen Worten sorgen sie sich um eine mögliche Überforderung ihrer Webseitenbesucher – dabei sind gut strukturierte Texte mit vielen schönen und relevanten Worte das Beste, was sie für ihre Suchmaschinenoptimierung tun können. Und für Ihre Webseitenbesucher.

Bei schönen Worten kommt die anerzogene Bescheidenheit mit dem mahnenden Zeigefinger daher: «Ein schönes Zimmer» – darf man das sagen?» Wo doch jeder Mensch «schön» anders empfindet? Und wo es doch vermutlich noch schönere Zimmer gibt auf der Welt?

Ja, man darf. Und man soll! Sie sind keine Bank und kein Versicherungsunternehmen. Sie verkaufen auch nicht einfach nur Übernachtungsmöglichkeiten oder tun etwas gegen einen knurrenden Magen. Sonst würden Ihre Zimmer und Speisen sehr viel weniger kosten, als sie es tun. Sie verkaufen Emotionen. Also nutzen Sie diese Emotionen auch in der Sprache, in der Sie sich und Ihre Angebote beschreiben.

Ein Tipp zum Schluss:
Für einen professionellen Texter ist das alles keine Frage und kein Problem. Falls Sie kein professioneller Texter sind, lassen Sie sich helfen. Zu viel hängt von der Qualität Ihrer Online-Texte ab, sowohl punkto Suchmaschinenoptimierung als auch punkto Verkauf. Ein guter Onlinetext ist daher eine Investition, die sich rechnet!

Bild von Hans Braxmeier auf Pixabay
Blogartikel Online Texten - Onlinemarketing Blog Gabriele Bryant