Erfolgreiche Betreffzeilen für Ihren Newsletter

Die Betreffzeile ist quasi der «Gatekeeper» für Ihre Email und einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Wenn sie neugierig macht, wenn sie interessiert, wird der Newsletter geöffnet und gelesen. Wenn sie das nicht tut oder wenn sie langweilt, verschwindet Ihr Newsletter mit einem einfachen Klick auf «Delete» im Nirwana des Papierkorbs.

Worauf kommt es an, damit das nicht passiert? Wie können Sie Ihre Betreffzeilen optimieren?

Ziele der Betreffzeile

Die Betreffzeile soll Aufmerksamkeit erzielen, sie soll direkt verkaufen und/oder sie soll informieren – auch schon vor dem Öffnen des Newsletters. Der wichtigste Zweck aber: sie soll dazu führen, dass der Newsletter geöffnet wird.

Und das geschieht, wenn die Betreffzeile dem Leser etwas verspricht, was er haben möchte oder wenn sie ihn so neugierig macht, dass er mehr wissen will.

Achtung: Mit der Betreffzeile beginnt eine Geschichte, die über das Vorschaufenster und den Inhalt des Mails bis zur allfälligen Landingpage weitergeführt wird und einen roten Faden haben muss, um authentisch zu sein und wirken zu können. Reine Clickbait-Betreffzeilen rächen sich.

Vergessen Sie auch Ihren Preheader nicht, er wird von den meisten Emailclients angezeigt. Dort sollte nichts stehen wie: «Hier steht der Preheader zur Ansicht für mobile Endgeräte.» sondern eine sinnvolle Ergänzung Ihrer Betreffzeile.

Kurz & knackig statt lang & langweilig

Es besteht eine direkte Korrelation zwischen der Kürze der Betreffzeile und der Öffnungsrate. Lange Betreffzeilen sind nicht nur mühsam zu lesen, auf den meisten mobilen Geräten werden sie auch gar nicht in voller Länge angezeigt (und die Mehrheit aller Emails wird mobil gelesen). Bei Gmail auf dem Desktop stehen beispielsweise 70 Zeichen zur Verfügung, bei kleineren Android-Phones sind es ca. 25-30 Zeichen, bei der Apple Watch nur 15 Zeichen.

Wenn Sie hier wertvollen Platz mit Ihrem Absendernamen, mit Floskeln, Füllwörtern oder offensichtlichen Bezeichnungen wie «Newsletter», verschwenden, hat Ihre Betreffzeile keine Chance.

Ihre Betreffzeile sollte etwa 50 bis maximal 60 Zeichen lang sein – und wie immer sollte das Wichtigste am Anfang stehen. Wenn Sie aufgrund Ihrer Newsletterauswertungen wissen, dass der Grossteil Ihrer Emails mobil gelesen wird, sollte die Betreffzeile natürlich kürzer sein.

Testen Sie, wann immer möglich, Ihren Newsletter auf verschiedenen Geräten, um die Länge der Betreffzeile so zu optimieren, dass Ihre Botschaft wirken kann.

Wenn Sie in Ihrer Betreffzeile die Inhalte des Newsletters zusammenfassen, beschränken Sie sich auf das Wichtigste und Relevanteste. Wenn es nur um ein Angebot geht, machen Sie in der Betreffzeile neugierig, aber verraten Sie nicht schon alles, was der Empfänger in der Email selbst lesen soll.

Echter Nutzen und Relevanz

Wir alle bekommen gefühlt viel zu viele Emails. Kommunizieren Sie daher sofort, welchen Nutzen Ihre Email bietet: geht es um ein exklusives Angebot, um wichtige Informationen, um einen heissen Tipp, um ein Gratis-Goodie, z.B.
«Nicht verpassen! Jetzt 150.- Gutschein gewinnen!»

Wie immer im Marketing geht es auch hier nicht darum, was Sie gerne schreiben möchten, sondern was Ihr Emailempfänger gerne lesen möchte. Wenn Sie ihm nichts Relevantes bieten können, sollten Sie keinen Newsletter verschicken.

Neugierig machen

Unbeantwortete Fragen machen neugierig, Behauptungen machen neugierig und/oder wecken den Widerspruchsgeist des Lesers.

Fragen
«Möchten Sie mehr Zeit haben?», «Kennen Sie schon unseren neuen Chef?», «Haben Sie Ihre Herbstferien schon gebucht?», «Ensprechen Sie den Erwartungen Ihrer Gäste?», «Kennen Sie die grössten Email-Marketing Fehler?», «Sind Sie mit Ihrem Hotel wirklich zufrieden?»

Neugierde oder Widerspruchsgeist wecken:
«Du hast das Date, wir das Auto dazu!»
«Ihre Suche hat ein Ende!»
«Die 5 besten Wanderungen im Engadin.»
«Darum funktioniert Ihre Webseite nicht!»
«So machen Sie … richtig.»
«We are back! Und das noch nachhaltiger!»
«Bei uns dauert der Sommer länger.»
«Bei uns werden Träume wahr.»

Frage und Behauptung kombinieren:

  • Hungrig? Dann sind Sie bei uns richtig!
  • Noch nicht gebucht? Dann schauen Sie mal hier herein!
  • Sie möchten Spass? Dann feiern Sie mit uns!

Druck aufsetzen

Wenn es um Angebote geht, schauen Sie sich bei den grossen eCommerce-Anbieter was ab und arbeiten Sie mit Verknappungen: «Nur noch 3 Tage», «nur noch 3 Zimmer frei», etc.

Tricks & Tipps für Ihre Betreffzeilen

Zahlen
Zahlen sind leicht verständlich und erfassbar, sie signalisieren Kompetenz und konkreten Nutzen.

Wenn Sie Zahlen einsetzen, dann immer als Zahl, nicht als Wort. Das spart einerseits Platz und funktioniert andererseits auch besser, z.B.
«7 Tipps für Ihre Urlaubsapotheke»
«5 Restaurants für Geniesser»
«25% Rabatt»
etc.

Übrigens: Laut Studien funktionieren ungerade Zahlen immer besser als gerade Zahlen, was die Conversion betrifft.

Triggerworte / starke Worte
W-Worte sind Triggerworte, die aufmerksam machen, überzeugen und Nutzen vermitteln: Wie, was, warum, wann

Weitere Beispiele für starke Worte:
Ideen, Innovationen, verblüffend, neu
Geheimnis, geheim, verraten, Tricks, Tipps
Erfolg, erfolgreich, gewinnen, überzeugen, erreichen, wirkungsvoll
Gründe, Fakten, Wahrheit, sinnvoll, einfach, nützlich
sparen, vermeiden, schützen, versprechen, garantiert, kostenlos
hier, diese

Aber: Achten Sie darauf, dass Sie keine Begriffe oder Zeichen einsetzen, die den Spamfilter triggern, z.B. Worte wie Rabatt, Discount, billig, jetzt kaufen, Achtung… etc. oder mehrfache Satzzeichen, durchgehende Grossbuchstaben oder Ähnliches.

Optisch auffallen mit Emoji und Sonderzeichen
Mit Emoji und Sonderzeichen können Sie dafür sorgen, dass Ihr Newsletter im Postfach optisch heraussticht.

Aber: Aufmerksamkeit bedeutet nicht automatisch auch Interesse. Damit Ihre Emails tatsächlich auch geöffnet werden, sollten die Emoji zur Zielgruppe passen, mit dem Thema der Betreffzeile in Zusammenhang stehen und nicht inflationär eingesetzt werden.

Auch auffällige Sonderzeichen wie %, !, ? wecken Aufmerksamkeit. Aber auch hier gilt eine mit der Botschaft stimmige Dosierung, sonst landet Ihr Email leicht im Spam.

Übrigens: Auch ganz normale Satzzeichen können Ihre Botschaft verstärken!

Personalisierung
Personalisierte Betreffzeilen können höhere Öffnungsraten erzielen. Bringen aber nur etwas, wenn der restliche Text ebenfalls spezifisch oder persönlich ist.

Spamtest:
Vor dem Versand einen Spamtest machen:
https://www.mail-tester.com/

Messen, testen, optimieren

Ohne Erfolgsmessung ist auch Ihr Emailmarketing nur Blindflug. Jeder versendete Newsletter sollte analysiert werden auf Bounces, Abmeldungen, Öffnungsraten, Clickraten, angeklickte Links und Conversions auf der Webseite. Nur so kann sinnvoll getestet und optimiert werden.

Beispiele

Kurz & knackig – Beispiele:

Lang: Ab in den Bergfrühling ins Hotel XY…… nach Laax ☀️
K&K: So schön: Bergfrühling in Laax! ☀️

Lang: Der Frühling klopft an und unsere Türen öffnen sich bald
K&K: Frühling in Lugano – erleben Sie ihn bei uns!

Lang: Entspannen, aufladen und dem Alltag entfliehen – wir helfen Ihnen dabei!
K&K: Raus aus dem Alltag – rein ins Hotel XY!

Lang: Frühlingserwachen in der Schweiz: Geniessen Sie den Start in den Frühling mit Romantik!
K&K: Romantische Frühlingswochenenden in romantischen Hotels!

Lang: Das Hotel XY….in …… wünscht frohe Ostern
K&K: Frohe Ostern aus Ascona!

Lang: Brechen Sie aus und entschleunigen Sie in alpiner Natur
K&K: Brechen Sie aus – wir helfen Ihnen dabei!

Neugierig machen:
Wir haben es geschafft!
EAT.DRINK.SLEEP.REPEAT.

Optisch auffallen:
🌼🌿 Outdoorerlebnisse in und um Luzern 🌿🌼

Humorvoll, witzig:
Dürfen wir Sie abLENKen Frau Bryant?

Laaaaangweilig:
Die Sommerferien beginnen
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