Die 10 Gebote für Ihr Social Media Marketing.

Veröffentlicht am 6. Juni 2019 in Gastronomie

In meinen Social Media Vorträgen und Seminaren gehe ich immer auch auf die grundsätzlichen Erfolgsfaktoren für Social Media Marketing ein. Aus diesen Faktoren und meinen eigenen Erfahrungen habe ich hier zehn Gebote zusammengestellt, die Ihnen ein Gefühl dafür vermitteln, worauf es bei Plattformen wie Facebook, Instagram, etc. ankommt.

1. Du sollst zuhören

Social Media Nutzer fühlen sich nicht als Werbekunden, die geduldig und gläubig Ihrer «Segensbotschaft» zuhören müssen, sondern als gleichberechtigte Kommunikationspartner. Also hören Sie zu und freuen Sie sich, wenn eine Frage, ein Kommentar oder gar ein Lob kommt! Nutzen Sie die Chance, zu kommunizieren und so die Beziehung des Nutzers mit Ihnen und Ihrer Marke zu vertiefen. Antworten Sie – oder würden Sie einen Gast ignorieren, der Ihnen im Betrieb eine Frage stellt oder ein Lob ausspricht? Eben. Zeigen Sie mit einem «Like» wenigstens Ihre Wertschätzung für einen freundlichen Kommentar.

2. Du sollst Dich fokussieren

Machen Sie auch in Social Media kein «Marketing by Nasenspitze». Versuchen Sie nicht, alle Plattformen zu bespielen, die aktuell angesagt scheinen, sondern konzentrieren Sie sich auf diejenigen Plattformen, die auch Ihre Zielgruppen nutzen. Erst, wenn Sie diese Plattformen wirklich beherrschen und all ihre Möglichkeiten voll ausschöpfen können, sollten Sie sich nach weiteren Möglichkeiten umschauen.

3. Du sollst Qualität liefern

Nutzer sind auf Social Media, weil sie Spass und Unterhaltung und/oder relevante Informationen und Angebote wollen. Das heisst, mit reinen Bla-Bla-Posts kommen Sie nicht weiter. Nur hochwertiger Content, der genau zu den Erwartungen, Interessen und Bedürfnissen Ihrer Zielgruppen passt, hat eine Chance, von diesen gesehen zu werden und die erwünschten Reaktionen. Investieren Sie in Storytelling- und Content-Knowhow und liefern Sie Mehrwert statt Bla-Bla.

4. Du sollst sinnvoll investieren

Social Media Marketing ist (bis auf die investierten Zeitressourcen) kostenlos. Auf Plattformen wie Facebook, Instagram verlieren Beiträge jedoch zunehmend an unbezahlter Reichweite. Jeden einzelnen Post bezahlt zu bewerben, macht auch keinen Sinn. Wenn Sie grundsätzlich ein relevantes Mehrwert-Storytelling betreiben, mit dem Ihre Fans interagieren, macht es Sinn, die wirklich wichtigen Beiträge gezielt zu bewerben. Überlegen Sie sich dazu, was Sie mit dem Beitrag erreichen wollen. Geht es um ein Angebot, das Sie verkaufen möchten, einen Webseitenlink, der geklicked werden soll, ein Event, für das Sie Teilnehmer werben wollen? Dann sollten Sie diesen Beiträgen auch soviel zusätzliche Reichweite verschaffen, dass Sie Ihre Ziele erreichen.

5. Du sollst die richtigen Ziele setzen

Qualität und Quantität hängen voneinander ab. Ihre Fan- oder Followerbasis braucht zwar eine gewisse Grösse, um Reichweite zu liefern. Die reine Grösse bringt jedoch noch nichts – im Gegenteil. 50 begeisterte Fans, die alles toll finden, was Sie schreiben, und Ihre Beiträge begeistert liken, kommentieren und/oder teilen, sind mehr wert als 500 Fans, die nur mitlesen – oder schlimmstenfalls gekauft sind. Ihre engagierten Fans bringen Ihnen Reichweite, Sichtbarkeit und Weiterempfehlungen. Ihre Zielsetzung sollte also sein, eine Basis aus begeisterten Fans/Followern aufzubauen und gleichzeitig mit relevantem Storytelling ihr Engagement zu fördern.

6. Du sollst Geduld haben

Image, Reichweite und Loyalität können nicht über Nacht aus dem Boden gestampft werden. Mit einer gewissen Anfangsinvestition in punkto Umsetzung und Werbung kann man zwar etwas schneller Erfolg haben. Aber Social Media Marketing bedeutet den Aufbau von Vertrauen, den Aufbau von Beziehung und dazu braucht es Qualität im Inhalt, Konsistenz und Konsequenz in der Umsetzung – und Zeit.

7. Du sollst Dir einen Plan machen

Ohne Konzept, ohne Redaktionsplan, ohne feste Prozesse und Verantwortlichkeiten sind Ihre Social Media Aktivitäten kein Marketing, sondern bestenfalls Glücksspiel. Und wie beim Glücksspiel können Sie gelegentlich gewinnen, aber meist verlieren Sie einfach Zeit und/oder Geld. Überlegen Sie sich, warum Sie Social Media Marketing machen. Wen wollen Sie erreichen und was interessiert diese Menschen? Auf welchen Plattformen können Sie sie erreichen und was brauchen Sie dazu? Wie verteilen Sie die Aufgaben des Schreibens und des Community Managements, der Kontrolle und der Weiterentwicklung Ihres Auftritts? Haben Sie genügend Knowhow in-house oder brauchen Sie Weiterbildung oder externe Hilfe? Wie können Sie Ihr Storytelling so aufsetzen und vorbereiten, dass es im Alltagsbetrieb möglichst wenig Zeit braucht?

8. Du sollst an Google denken

Auch Social Media Plattformen sind Präsenzen, auf denen Sie von Google gefunden werden können. Vorausgesetzt, Sie denken bei der Einrichtung Ihrer Präsenzen und beim Storytelling daran und vergessen nicht, die richtigen Keywords bewusst einzusetzen. Dazu gehören Ihre «Bios», also die Selbstbeschreibungen auf Facebook, Instagram, Youtube, etc. Aber auch jeder einzelne Post und jedes Video.

9. Du sollst up-to-date bleiben

Wussten Sie, dass Google MyBusiness sich in Richtung Social Media bewegt und Tripadvisor ebenso? Haben Sie schon von Tiktok gehört und wissen Sie, ob diese Plattform etwas für Sie wäre? Sie sollen zwar nach Kurs fahren, aber Sie sollen auch die Nase im Wind halten, sich über neue Entwicklungen informieren und diese auf ihren Nutzen für Ihren Betrieb abklopfen. Wie machen Sie das? Indem Sie z.B. entsprechende Newsletter abonnieren oder Blogs lesen, die sich auf Ihre Branche fokussieren. Indem Sie Weiterbildungen besuchen, zuhören und Fragen stellen. Indem Sie Ihre Erfahrungen mit Anderen austauschen.

10. Du sollst Spass haben

Wenn Sie Social Media einfach nur anstrengend finden, wenn Sie entnervt am PC sitzen, weil Ihnen heute aber auch gar nichts Interessantes einfällt, wenn Sie sich ständig überfordert fühlen… dann macht Social Media Kommunikation keinen Spass. Ihnen nicht. Und Ihren Fans vermutlich auch nicht. Versuchen Sie, gut zu planen. Das geht und es gibt viele gute Tools, die Ihnen helfen, effektiv zu arbeiten. Versuchen Sie aber auch, das Ganze ein bisschen als Abenteuer zu sehen und Spass daran zu haben. Wenn ich Social Media Kurse gebe, muss ich zum Beispiel immer wieder eine Menge Folien anpassen, weil sich ständig etwas ändert. Funktionen verschwinden, es kommen neue hinzu, der Button von links oben ist auf einmal ganz unten und man kann damit ganz neue Dinge tun… Wenn ich das Ganze nicht als spannendes Abenteuer betrachten würde, hätte ich schon lange allem Digitalen abgeschworen.

 

Sie sehen, Social Media Marketing ist eigentlich gar nicht so schwer. Es erfordert hauptsächlich Knowhow, gute Planung und Konsequenz in der Umsetzung. Falls Sie weitere Fragen haben, melden Sie sich einfach. Fragen machen mir Spass und werden kostenlos beantwortet.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay