Das perfekte Food-Foto.

Veröffentlicht am 20. November 2020 in Gastronomie | Social Media Marketing

Ob auf Facebook, Instagram, Pinterest oder Snapchat: Food ist seit Jahren schon DER Trend im Internet und Food-Fotos sind überall präsent.

In der Gastronomie können Sie diesen Trend hervorragend nutzen, um Ihr Angebot zu präsentieren und potentiellen Gästen bildlich gesprochen das Wasser im Mund zusammenlaufen zu lassen.

Für Social Media braucht es dazu keinen professionellen Fotografen, gute Fotoqualität vom Handy genügt völlig. Leider sehen viele Food-Fotos auf Social Media nicht wirklich appetitlich aus: graues oder allzu blutiges Fleisch, graue Sauce, speckig glänzender Salat, etc.

Ich habe für Sie daher ein paar Tipps zusammengestellt, mit denen Ihre Food-Fotos richtig «gluschtig» werden:

1. Mise en Place
Getränke und Speisen sollten appetitlich angerichtet und Teller wie Gläser nicht übervoll sein. Wenn ein Teller sehr voll ist, können Nachaufnahmen einen appetitlichen Fokus setzen.

Grosse Stücke durchschneiden und auf- oder aneinander legen. Gefülltes anschneiden. Saucen und Dekoration sparsam verwenden, damit die Zutaten erkennbar bleiben und das Gericht zur Geltung kommen kann. Bei mehr oder weniger einfarbigen Gerichten (z.B. Risotto, Pilzsuppe, ö.ä.) sollten Sie unbedingt mit farbigen Zutaten wenige interessante Farbkontraste setzen.

Wer über das reine Gericht hinausgehen und eine Geschichte erzählen will, kann auch noch Dinge wie Geschirr, Besteck, Küchenmesser, Servietten, Kräuter, Blumen, Holzbretter etc. mit in die Aufnahme integrieren.

Speisen müssen auch nicht immer jungfräulich unberührt wirken – eine Gabel in der Pasta oder ein angebissener Apfel können ebenfalls eine appetitliche und noch etwas persönlichere Geschichte erzählen

 

2. Aufnahmewinkel
Sollten Sie die Teller direkt von oben, von der Seite oder schräg fotografieren? Probieren Sie es aus. Food kann direkt von oben fotografiert werden – manche Gerichte sehen dann aber einfach langweilig aus. Leicht von oben, in einem 45-Grad-Winkel ist für die meisten Speisen ideal. Es muss auch nicht immer der ganze Teller sein – gehen Sie mal ganz nah ran: auch Ausschnitte können sehr spannend und appetitlich aussehen. Oder legen Sie die Schärfe auf einen bestimmten Teil des Gerichts und lassen Sie den Hintergrund verschwimmen.

Es kommt auch darauf an, was das Gericht besonders macht. Ein Teller Spaghetti oder ein schön belegte Pizza sehen von oben gut aus, ein Stapel Kekse oder Pfannkuchen kommt dagegen seitlich fotografiert besser zur Geltung. Wandern Sie mit der Kamera um das Gericht herum, um den besten Winkel zu finden.

Teller, Gläser etc. auf jeden Fall nie in Schieflage fotografieren, sondern immer in einer natürlichen horizontalen Ausrichtung.

 

3. Ausrichtung des Motivs und Drittel-Regel
Das Hauptmotiv eines Fotos sollte nicht direkt in der Mitte des Bildes positioniert sein, sondern am Schnittpunkt zweier Linien liegen oder an einer Linie entlang verlaufen. Das macht das Bild spannender und interessanter. Um diese Regel einfach anzuwenden, nutzen Sie beim Fotografieren den Rastermodus der Smartphone-Kamera.

 

4. Licht und Belichtung
Verzichten Sie auf Blitzlicht: Mit Blitz fotografiertes Essen oder Getränke wirken fast immer grell und farblich ausgewaschen.

Suchen Sie einen Ort im Restaurant oder in der Küche, wo Sie durch ein Fenster ein schönes, schräg oder seitlich einfallendes, Tageslicht ohne direkte Sonne haben. Auch künstliches Licht kann sehr gut funktionieren und appetitlich aussehen, solange es sich um helle, aber warme Lichtquellen handelt, welche die Speisen oder Drinks gut ausleuchten und ihre Farben wirken lassen.

Auch hier gilt es also zu experimentieren und die besten Aufnahmeorte zu finden. Am Handy lässt sich zudem die Belichtung schon beim Fotografieren optimieren.

 

5. Wiederkennbarkeit und Stil
Idealerweise sollten Sie Ihren eigenen Stil finden und beibehalten, um Wiedererkennbarkeit für Ihr Restaurant zu schaffen. Machen Sie eher minimalistische Foodportraits vor einem dunklen Hintergrund oder setzen Sie auf Bilder mit stimmungsvollen Details, die näher am Gasterlebnis sind? Fotografieren Sie von oben, von der Seite oder arbeiten Sie lieber mit Nahaufnahmen?

 

6. Format
Querformat passt grundsätzlich für die meisten Social Media Plattformen und Gerichte. Pinterest ist hier eine Ausnahme und auch manche Gerichte oder Getränke sehen im Hochformat einfach besser aus. Machen Sie mehrere Aufnahmen in hoch und quer und suchen Sie das beste Foto für die jeweilige Plattform aus.

 

7. Nachbearbeitung
Auf dem Computer, aber auch mit dem Smartphone, lässt sich mit Bildbearbeitung noch viel aus einem Foto herausholen. So kann die Farbigkeit angepasst werden, Belichtung, Helligkeit, Schatten, Kontrast oder Tiefenschärfe, etc.

Dabei sollten Sie jedoch auf künstlerische oder farbliche Verfremdungen verzichten. Verzerrungen, kühle Farbfilter oder gar schwarz-weiss Aufnahmen passen nicht zu Food. Speisen und Getränke müssen so natürlich wie möglich wirken, um Appetit zu machen. Und genau darum geht es ja: Ohne Umweg über das Gehirn den Magen des Betrachters ansprechen und ihm das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen!

 

Viel Spass, Freude und Erfolg beim «Knipsen»!

 

Links sehen Sie übrigens ein paar Fotos von der Facebookseite des Restaurants "La Couronne" in Solothurn, die mich zu diesem Artikel inspiriert haben. 

 

Restaurant La Couronne Solothurn

Restaurant La Couronne Solothurn

Restaurant La Couronne Solothurn

Restaurant La Couronne Solothurn

Restaurant La Couronne Solothurn

Restaurant La Couronne Solothurn