Es kommt nicht (nur) auf die Länge an.

Veröffentlicht am 28. Januar 2016 in Social Media Marketing

Wissen Sie, welche Art von Social Media Fachartikeln ich besonders relevant finde? Die über die ideale Länge von Beiträgen. Nicht.

Weil diese Statistiken dennoch unaufhörlich durchs Netz geistern, möchte ich heute wieder einmal darauf eingehen:

Ja, eine statistisch ideale Länge für Posts gibt es vermutlich. WENN es Ihnen nur darum geht mit irgendwelchem Content massenhaft Klicks abzuholen. Dann können Sie hier was lernen.

Wenn Sie dagegen ein Gastgeber sind, der (hoffentlich) originelle und interessante Geschichten zu erzählen hat, um eine Beziehung zu seinen Gästen aufzubauen und zu pflegen, dann scheren Sie sich bitte einen ... um solche «Ideallängen».

Achten Sie lieber darauf, dass Sie «sexy» schreiben, d.h. kreativ und emotional. Sagen Sie den Lesern, was sie denken sollen!

Dabei dürfen Sie gerne auch ein paar Keywords einsetzen, wo es sinnvoll ist.

Setzen Sie das Wichtigste an den Anfang Ihres Facebook-Beitrags. So muss der Leser nicht auf «Weiterlesen» klicken (was er nur dann tut, wenn Sie ihm einen guten Grund dafür geben), um zu erfahren, was Sie ihm mitteilen wollen.

Achten Sie beim Twittern darauf, dass Sie in den 140 Zeichen, die Ihnen zur Verfügung stehen, Ihre Botschaft interessant rüberbringen. Und nicht einfach einen Facebookbeitrag auf Twitter verlinkt haben, der mit diesen sehr «anmächeligen» drei Pünktchen endet... Ohne zu vermitteln, warum sich der Leser überhaupt dafür interessieren soll.

Nutzen Sie Ihre Hashtags, dort wo sie am meisten Sinn machen: auf Instagram und Twitter. Bauen Sie bitte keine Hashtag-Friedhöfe, die Ihre eigentliche Botschaft verbergen. Und verzichten Sie bei Hashtags auf witzige Marketingsprüche, die kein Mensch jemals suchen wird. Weil sie da draussen niemanden interessieren.

Wenn Sie eine Email schreiben, muss Ihre Betreffzeile einfach knackig sein und zum Öffnen motivieren. Wenn sie das ist, darf sie auch weit mehr als 39 Zeichen haben. Auch hier gilt: Das Wichtigste zuerst.

Wenn Sie ein YouTube-Video machen, überlegen Sie sich lieber, was drin sein und wer es anschauen soll. Unter Umständen können die «idealen» 3 Minuten nämlich viel zu lang sein.

Richten Sie sich also bitte nicht nach irgendwelchen statististischen Ideallängen, wenn Sie einen Social Media Beitrag schreiben. Sie wissen ja, es kommt nicht drauf an, wie lang er ist. Sondern, wie Sie ihn einsetzen...

Bild: Fotolia #97598059 | Urheber: carballo