Cat Content im Tourismus?

Veröffentlicht am 4. Februar 2021 in Hotellerie | Social Media Marketing | Tourismus

Social Media Storytelling kann nur funktionieren, wenn es relevante Inhalte mit Mehrwert für den Leser bietet, wenn es zu Ihrem Betrieb, Ihren Zielen und Zielgruppen passt – und, wenn es regelmässig stattfindet. Und gerade beim Letzteren scheitern leider sehr viele Betriebe und Unternehmen.

«Über uns gibt's doch nichts zu sagen», «Ich weiss nicht, was ich schreiben soll!», «mir fällt einfach nichts ein» – das sind bekannte Klagen, wenn es darum geht, täglich bis wenigstens regelmässig Storytelling zu betreiben.

Dabei könnte Social Media Storytelling so einfach sein. Eine kleine Frage: Haben Sie eine Katze?

 

Was ist «Cat Content»?

Wikipedia definiert Cat Content als die zahlreichen Bilder und Darstellungen von Katzen im Internet, insbesondere auf Social Media. So etwas wie Cat Content gibt es schon seit 1870, als der britische Fotograf Harry Pointer begann, Katzen in Kleidung zu fotografieren und die Bilder mit Kommentaren zu versehen.

Cat Content

(Meine Katze Lilibet - auf Anfrage verfügbar für Ihr Yoga-Studio...)

Warum funktioniert «Cat Content»?

Menschen aller Klassen, Nationalitäten und jeden Geschlechts lieben Katzen oder finden sie zumindest niedlich. Ein Beitrag mit Cat Content ist einfach süss, wie ein kleines Bonbon zwischendurch. Aus psychologischer Sicht wird für den Erfolg von Cat Content das so genannte Kindchenschema verantwortlich gemacht, dass unseren Brutpflege- und Beschützerinstinkt weckt. Die Niedlichkeit von Katzen (wie auch von Babies, jungen Hunden, kleinen Entchen, etc.) berührt uns emotional.

Aktuelle kommunikationswissenschaftliche Studien zeigen, dass Cat Content effektiv genutzt werden kann, um wirkungsvoll auf andere Inhalte aufmerksam zu machen: «Von heiteren Themen wie Cat Content eingerahmte politische Inhalte werden sogar intensiver wahrgenommen und verarbeitet.» schreibt Wikipedia.

 

«Cat Content» im Storytelling einsetzen

Das Faszinierende an Cat Content: er funktioniert fast IMMER. Über den damit verbundenen emotionalen Sympathie- oder auch Spassfaktor wird Reichweite und Sichtbarkeit erreicht und können Inhalte platziert werden.

Natürlich werden Sie vermutlich keinen zweiwöchigen Ferienaufenthalt oder ein 5-Stern-Gourmet-Dinner mit einem Katzenbild verkaufen können, aber Sympathiepunkte für Ihre Marke bekommen Sie damit jederzeit.

Und: Natürlich sollen Sie nicht Ihr gesamtes Storytelling und Ihre eigene Positionierung dem Cat Content unterordnen und einfach auf Teufel-komm-raus süsse Katzenbilder posten. Die Regeln des Storytellings gelten auch hier: Jeder Beitrag auf Social Media muss mit Ihnen und Ihrem Unternehmen zu tun haben, um auf Ihre Marketingziele einzahlen zu können.

Wenn Sie also eine Katze im Unternehmen haben, dann darf sie sich gern ihre Brekkies verdienen, indem sie Stoff fürs Storytelling liefert. Es darf übrigens auch gerne ein sympathischer Hund sein, eine Ente oder zwei, ein Pony, etc. - wichtig ist, wie oben beschrieben, eine gewisse Niedlichkeit oder «Kuschelbarkeit». Echsen, Goldfische oder Taranteln eignen sich also natürgemäss weniger für «Cat Content».

Bauen Sie Ihre Tiere sinnvoll in Ihr Storytelling ein und bauen Sie eine Story darum herum: Ist es Ihre Katze? Wie alt ist sie, wie heisst sie, was tut sie im Haus, was ist ihr Lieblingsplatz, wer ist ihr Lieblingsmitarbeiter, etc.? Ist es der Hund des Portiers, der gelegentlich mit den Gästen wandern geht? Ist es das Eichhörnchen, das seit letzten Winter gerne auf den Balkon kommt, um sich die Nüsse zu holen, die dort bereit liegen?

Und seien Sie sich nicht zu schade für «Cat Content»- wenn Firmen wie Mercedes Benz auf Instagram immer wieder auf «Dog Content» setzen oder Swisscom den Weltkatzentag und Welthundetag fürs Storytelling nutzt, warum sollten Sie das nicht tun?

 

Schöne Beispiele für «Cat Content»

Innocent Drinks setzt im Facebook-Storytelling auf lange, amüsante Texte mit vielen süssen Tierchen.

Das Peabody Memphis Hotel hat aus historischen Gründen einen Ententeich in der Lobby und auch die «Peabody Ducks» müssen sich ihr Futter auf Social Media verdienen.

Graubünden Tourismus setzt auf Gian und Giachen - die Beiden sind begrenzt kuschelig, aber lustig und tragen dazu bei, die Destination unverwechselbar zu machen.

Ein weiteres schönes Beispiel ist Hamlet, die Katze des Algonquin Hotels in New York.

Und so wie Skyscanner in diesem Beitrag darf man es eben nicht machen: ein Tierbild ohne jeden Zusammenhang mit der Botschaft des Beitrags fällt flach.

 

Nun kennen Sie mindestens ein Thema, das auf Social Media einfach «funktioniert». Ich unterstütze Sie gern in der Definition weiterer relevanter Themen für Ihr Unternehmen und im Planen Ihres Storytellings - auch als Schulung für Ihre Mitarbeitenden.